Der Hinflug

Wir hatten lange gewartet, aber nun war der Zeitpunkt endlich da und wir standen am Flughafen von Bremen. Einigen war die Angst schon ins Gesicht geschrieben, erster Flug, erstes Mal ohne Eltern, ganz allein im Indischen Ozean. Die ersten Schüler diskutierten schon über den Sitzplatz, andere verabschiedeten sich noch von ihren Eltern. Dann kam die Sicherheitskontrolle. Jeder Zweite musste zweimal durch, einer vergaß die Flüssigkeiten, der nächste seine Schuhe. Was für ein Chaos.

Nachdem endlich alle durch waren, hatten wir noch ein bisschen Zeit für den Duty-Free-Shop. Gekauft wurde dann aber doch nichts.

Dann ging es wirklich los, der Weg ins Flugzeug. Kurz darauf hatten alle ihren Sitzplatz gefunden und wir rollten in Richtung Startbahn. Und natürlich, Herr Dornbusch filmte mal wieder, wie immer. Nachdem wir ohne Turbulenzen gestartet waren, verlief der Flug ruhig. Wir hörten Musik und freuten uns auf die grüne Insel, wie wir sie uns schon in Gedanken vorstellten. Dann der Landeanflug auf Paris: „Anschnallen, Sitze aufrecht und Handys aus!“ Eine Durchsage, die wir nun auch auf allen möglichen Sprachen kennen.

Am Flughafen in Paris waren wir alle ein wenig erleichtert, dass bisher alles so gut verlaufen war. Nachdem wir alle unsere Koffer sicher vom Band bekommen hatten, setzten wir uns erst einmal und holten unser Essen und Trinken aus den Koffern. Herr Dornbusch erkundigte sich in der Zeit, wo wir lang müssen um zum Flughafen Orly zu kommen. Wir mussten dann mit einem Bus bis zu einem anderen Terminal, dort umsteigen und circa eine Stunde bis Orly fahren. Naja, aus der einen Stunde wurden dann 80 Minuten, 90 Minuten und letztendlich waren es zwei Stunden im Bus. Wir haben aber auch den Eiffelturm und Teile von Sacre Coeur gesehen.

In Orly traf dann erst Isabel auf uns, die vorher noch Urlaub in Frankreich gemacht hatte und kurz darauf Bernd, der Bruder von Herrn Dornbusch, der uns auf unserer Reise begleiten würde. Am Check-In gab es das erste Mal einen Schockmoment, Jette hatte ihren Personalausweis in ihrem Portmonee, das so groß wie ein Frauenkleiderschrank war, verloren und suchte nun hektisch nach ihm. Kurz darauf war er wieder da und wir konnten unsere Koffer aufgeben. Dann die zweite Sicherheitskontrolle, diesmal mit mehr Routine. Wir warteten dann noch gut 20 Minuten um dann die Durchsage zu hören, dass die Reihen 50 bis 58 jetzt einchecken können. Das hieß für uns also noch warten. Irgendwann konnten dann auch wir endlich einchecken und der lange Flug ging los. Nachdem wir in der Luft waren, wurden hier und da noch der ein oder andere Sitzplatz getauscht.

Nach dem Start bekamen wir dann Essen, dazu braucht man dann außer dem Wort „Flugzeugessen” nicht viel sagen. Nachdem im ganzen Flugzeug alle gegessen hatten, ging das Licht aus und wir schauten das Filmprogramm von oben bis unten einmal durch. Okay, der ein oder andere (Dornbusch) hat auch geschlafen, aber das müssen wir hier ja nicht genauer erläutern. Mitten in der Nacht haben wir dann noch mit Happy-Birthday-Liedern vom Handy Geburtstag gefeiert und kleine Geschenke verteilt. Danach wurde es auch bei uns ruhiger.

Am nächsten Morgen ging irgendwann logischerweise das Licht auch wieder an. Der eine mit mehr der andere mit weniger Schlaf. Nachdem wir alle gefrühstückt hatten ging es auch schon in den Landeanflug über. Die Nervosität stieg seit Paris unaufhörlich und nun war es endlich so weit, wir konnten die Insel schon sehen. Sofern wir einen Fensterplatz hatten, hatten wir eine tolle Sicht über die Insel. Die Räder setzten auf, da waren wir. Auf den Weg zu den Gepäckbändern sahen wir schon einige Austauschschüler an einer Fensterfront stehen und uns aufgeregt zuwinken. Kurz darauf waren alle aus dem Flieger ausgestiegen und hatten erfolgreich ihre Koffer wieder gefunden und dann ging es los, der Weg ins Abenteuer...